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Erinnerungen

Die Geschichte eines Familienunternehmens

Die Geschichte der Ulmer Schokoladen GmbH & Co. KG beginnt im Jahre 1859 in Berlin, in dem Jahr, in dem auch der erste Spatenstich zum Bau des Suezkanals gemacht wurde, und in dem Charles Darwin sein Hauptwerk über die Entstehung der Arten veröffentlichte. Damals hieß das Unternehmen noch "Werckmeister & Retzdorff".

Knapp ein halbes Jahrhundert später stieg der Erste aus dem Hause Ulmer in die Fabrik ein. Georg Justus Ulmer übernahm das Unternehmen im Jahre 1908. Somit bereitete er den Weg für ein Familienunternehmen, das sich über viele Generationen hinweg bewähren sollte. Doch schon früh waren große Steine auf dem Weg. Die Bombardierungen auf Berlin im zweiten Weltkrieg führten zu einer vollständigen Zerstörung der Fabrikgebäude von "Werckmeister & Retzdorff". Die Vision war stärker als die Vernichtung. Im Jahre 1950 baute Herbert Ulmer, der Sohn von Georg Justus, die Firma in Wilhelmshaven neu auf.

Bald darauf folgte der Einstieg der dritten Generation der Familie Ulmer. Michael Ulmer, gelernter Schokoladenmacher, begann 1964 seine Arbeit im Unternehmen. Er war ein bemerkenswert kreativer Mensch und kam auf die Idee, anstatt der normalen allbekannten Schokoladentafeln und Hohlfiguren nur noch Borken- und Raspelschokolade zu produzieren. Dieser Gedanke verhalf dem Familienunternehmen zu so großem Erfolg, dass die in den 50ern gemieteten Räumlichkeiten für die Produktion bei weitem nicht mehr ausreichten. Der Neubau einer Produktionshalle im Jahr 1972 auf einem neuen Werksgelände von 7000 qm, etwa der Größe eines Fußballfeldes, sollte den Platzmangel beheben. In den Folgejahren wurde immer wieder angebaut und erweitert, so dass der Betrieb heute über eine Produktions-, Lager- und Verwaltungsfläche von über 10.000 qm verfügt, auf einem 3 ha großen Grundstück. In den 80er Jahren erfolgte die Umbenennung von "Werkmeister & Retzdorff" in "Ulmer Schokoladen".

Heute ist der Familienbetrieb vollständig auf die Produktion von kleinstückigen Schokoladen für die industrielle Weiterverarbeitung spezialisiert und auf dem Weltmarkt führend in diesem Bereich. Eiscreme- und Cerealienhersteller sowie Großbäckereien im In- und Ausland können von Ulmers Produkten gar nicht genug bekommen. Inzwischen wird in über 25 Länder weltweit exportiert. Können Sie sich vorstellen, dass Kinder im über 9000 km entfernten Japan Eis essen, das mit Ulmer Schokolade hergestellt wurde?

Das Sortiment von "Ulmer Schokoladen" ist mittlerweile auf eine Auswahl von über 3000 verschiedenen Schokoladenvariationen angewachsen. Unvorstellbar, man könnte über 6 Jahre lang jeden Tag eine andere Schokoladenart und -form genießen. Ob Zartbitter-Herzchen, Vollmilch-Sternchen oder Weiße Schokoladenblümchen, für jede Produktgeschichte der Kunden von Ulmer kann das Richtige gefunden werden.

Neben der großen Auswahl wird im Hause Ulmer vor allem auch Qualität großgeschrieben. Seit 2004 kann sich die Schokoladenfabrik, als eine der ersten in ihrer Branche, mit der Qualitätszertifizierung IFS (International Food Standard) schmücken. Das macht den Familienbetrieb besonders stolz. Denn für die Familie Ulmer war Sorgfalt schon immer eine wichtige Tugend.

"Ulmer Schokoladen" wuchs somit über Generationen hinweg zu einem bedeutenden Unternehmen heran, das die Tradition und Qualität geschickt mit Kreativität zu verbinden weiß. Und die Geschichte wird weitergehen, man kann gespannt sein auf neue Ideen in Schokolade …

150 Jahre in Bildern